04.02.2017

Für den Erhalt des AZ Eifelwall

von Coloniacs in Nachrichten


Schon 2012 solidarisierten wir uns mit dem Autonomen Zentrum und sprachen uns per Spruchband für den Erhalt in der Kalker Wiersbergstraße aus. Leider vergeblich, wenig später musste das AZ aus den nicht mehr genutzten Räumlichkeiten der ehemaligen KHD-Kantine ausziehen. Als Ersatz erkämpften sich die Aktivisten immerhin den Umzug auf das derzeit genutzte Areal am Eifelwall. Hier gingen in den letzten Jahren tausende Menschen ein und aus, um für kleines Geld Konzerte, Partys, Lesungen und Ausstellungen zu besuchen. Darüber hinaus gibt u.a. unkommerzielle Sportangebote (z.B. Capoeira, Parkour und Muay Thai), eine Fahrradwerkstatt, einen Umsonstladen und für jedermann regelmäßig die Möglichkeit gerettete Lebensmittel mitzunehmen. Es handelt sich somit um einen Freiraum, der unserer Meinung nach in eine Millionenstadt wie Köln gehört und eine Oase in der zunehmend gentrifizierten Innenstadt ist!

Nun plant jedoch die Stadt Köln den Ausbau des Grüngürtels als lokales Naherholungsgebiet. Ein Erhalt des AZ am derzeitigen Standort ist dabei nicht vorgesehen. Auf Vorschläge der AZ-Aktivisten das Areal in die geplante Parkstadt Süd einzubinden (z.B. durch Urban Gardening), wurde bislang nicht eingegangen. Dies erscheint umso unverständlicher, da ein als Parkhaus dienender grauer Klotz in direkter Nachbarschaft nicht abgerissen werden soll. Ob so die durch die Stadt angeblich beabsichtigte Steigerung der Lebensqualität erreicht werden kann, erscheint vor diesem Hintergrund fraglich. Viel mehr werden Erinnerungen an den Barmer Platz in Deutz oder das bereits erwähnte Gelände in Kalk deutlich. Hier mussten Aktivisten und ihre Projekte jeweils den Stadtentwicklungsplänen weichen, ohne dass die großen Versprechungen der Stadtoberen umgesetzt wurden. In Deutz ist auf dem Areal zwischen Bahnhof und Messe auch nach über zehn Jahren nur eine Schotterpiste zu finden, in Kalk stehen ein paar Container, die als Klassenzimmer dienen. Diese Lösung hätte wohl auch an anderer Stelle umgesetzt werden können.

Dieses Mal soll es nicht so weit kommen. Wir unterstützen das AZ am Eifelwall beim Vorhaben, die Räumlichkeiten an der Luxemburger Straße zu halten und die gute Arbeit an Ort und Stelle fortzuführen!